Gold glänzt nicht immer – Ermittlungen wegen Anlagebetruges und Verfügung der BaFin

Der Bund Deutscher Treuhandstiftungen e.V. , der auch als „Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung“ oder „BWF“-Stiftung firmiert, hat Anlegern in einer Größenordnung von rund 48 Millionen Euro angebliches Gold verkauft und den Anlegern versprochen, den Kaufpreis nach Ablauf der Vertragslaufzeit zurückzuzahlen.

Zum einen betrieb die Stiftung damit ein Einlagengeschäft, wozu sie keine Erlaubnis besaß. Deshalb hat ihr die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) das Geschäftsmodell untersagt und einen Abwickler (Herrn Rechtsanwalt Dr. Georg Bernsau in 60439 Frankfurt am Main) bestellt, der die Rückzahlung der Gelder an die Anleger überwacht. Dies wurde auf der Homepage der BaFin am 25. Februar 2015 veröffentlicht.

Nach den Erkenntnissen des Landeskriminalamtes Berlin wurde von dem Anlegergeld außerdem ein zweistelliger Millionenbetrag nicht zum Ankauf von physischem Gold und somit vertragswidrig und betrügerisch verwendet.

Es wurden u.a. ca. vier Tonnen angebliches Gold sichergestellt, bei dem derzeit geprüft wird, wie hoch der Feingehalt des Goldes ist oder ob es sich um „Doubletten“ handelt.

Rechtsanwältin Beate Anna Kirchner rät: M.E. sollten Anleger nun auch Schadensersatzansprüche gegen Anlageberater oder Anlagevermittler prüfen lassen, da diese ggf. über die Methoden informiert waren oder hätten Kenntnis haben müssen und die Anleger entsprechend waren müssen.

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